von Michael Wittmann

Atemschutzübung in der Grund- und Mittelschule Geiselhöring

Am Montag, den 03.09.18, fand um 19 Uhr eine Einsatzübung für die Fachgruppe Atemschutz statt. Als Übungsobjekt diente die Grund- und Mittelschule in Geiselhöring.

Dort hatte nach Vorgabe der Übungsleitung die Brandmeldeanlage (BMA) einen Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr Geiselhöring rückte in kompletter Löschzugstärke mit dem LF 16/12, dem TLF 16/25 und der DL(A)K 23/12 an. Nach Aufsuchen der BMZ konnte der ausgelöste Rauchmelder 136/1 erkannt werden. Beim Betreten des betreffenden Gebäudeteils im 1.OG konnten von den Fahrzeugführern bereits Hilfe Rufe wahrgenommen werden. Im Physik/ Chemiesaal der Mittelschule kam es zu einer Explosion/ Verpuffung und in Folge dessen zum Brand. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs bereitete sofort einen Innenangriff unter Atemschutz und gleichzeitiger Menschenrettung vor. Die Mannschaft des Tanklöschfahrzeugs übernahm die Erstversorgung von zwei verletzten Personen außerhalb des Gefahrenbereiches und im Anschluss die Wasserversorgung. Mit der Drehleiter wurde ein Erkundungsbefehl auf das Vordach der Schule und zur Fensterfront des Chemiesaals durchgeführt. Parallel dazu wurde der erste Angriffstrupp in das verrauchte Klassenzimmer geschickt. Dieser setzte einen Rauchvorhang an der Zimmertüre und konnte nach kurzer Zeit eine erste Bewusstlose Person auffinden und über das rauchfreie Treppenhaus nach draußen bringen. Zeitgleich rüstete sich der zweite Trupp des Löschfahrzeuges mit Atemschutz aus und stellte den Sicherungstrupp. Die beiden verletzten Personen außerhalb des Gefahrenbereiches konnten nach der Erstversorgung mittels Krankentrage ebenfalls ins Freie gebracht werden. Der Sicherungstrupp des Löschfahrzeuges wurde nach kurzer Wartezeit auch zur Menschenrettung  und Brandbekämpfung in den Chemiesaal beordert. Im weiteren Verlauf der Übung konnten eine Rollstuhlfahrerin und zwei weitere Personen durch die beiden Atemschutztrupps lokalisiert und gerettet werden. Währenddessen kam ein weiterer Atemschutztrupp, des Tanklöschfahrzeuges, als Sicherheitstrupp zum Einsatz. Insgesamt sechs Verletzte Personen waren Teil der Übung. Bei der anschließenden Nachbesprechung wurde die Übung nochmals Schritt für Schritt durchgegangen und eigeschlichene Fehler angesprochen.

Ein herzlicher Dank gilt dem Bürgermeister Herrn Lichtinger für das zur Verfügung gestellte Objekt und dem Hausmeister für die reibungslose Zusammenarbeit. Für die Realistische Darstellung der Verletzungen war Ramona Fuchs aus Regensburg vor Ort, die mit allen Darstellern eine hervorragende Arbeit machte, vielen Dank dafür. Die Übung hat gezeigt, dass solche Szenarien in öffentlichen Gebäude immer eine Herausforderung für alle Einsatzkräfte darstellen.

Eingesetzte Kräfte

FF Geiselhöring: LF 16/12, TLF 16/25, DLAK 23/12,

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