von Bernd Hirschmann

Gefahrstoffaustritt Groß in Straubing am Sachsenring

Am Montag, den 29.10.2018 um 17:08 Uhr, wurden die Feuerwehren Straubing- Löschzug Zentrum, Straubing–Löschzug Ittling, Geiselhöring und Deggendorf sowie die Führungsdienstgrade der Stadt Straubing mit der Einsatzmeldung „Gefahrstoffaustritt groß am Sachsenring in Straubing“ durch die ILS Straubing alarmiert.

Bei Eintreffen an der Einsatzstelle wurde folgende Lage vorgefunden:

Bei Ladetätigkeiten wurde, aus bisher noch unbekannter Ursache, ein mit 1000 Liter Phosphorsäure befüllter IBC–Behälter beschädigt. Hierbei trat eine noch unbekannte Menge der Flüssigkeit aus.

Das Firmengebäude wurde umgehend geräumt. Sieben Mitarbeiter, die sich durch den Produktaustritt leicht verletzt hatten, wurden vom Rettungsdienst bereits erstversorgt und in umliegende Krankenhäuser zur Weiterbehandlung transportiert.

Im weiteren Verlauf wurden folgende Maßnahmen eingeleitet:

Als erstes wurde der Gefahrenbereich abgesperrt und es wurde ein dreifacher Brandschutz aufgebaut. Mit den Materialien des Gerätewagens Gefahrgut wurde begonnen, den Produktaustritt zu stoppen. Ebenfalls wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet. Von verschiedenen Entsorgungsfirmen wurden Leerbehälter zur Aufnahme des Gefahrstoffes zur Einsatzstelle transportiert. Nach dem Eintreffen der Behälter wurde begonnen die, sich noch im beschädigten Behälter befindliche, Phosphorsäure umzupumpen. Das ausgetretene Medium wurde mittels Chemikalienbinder aufgenommen. Hierbei kamen die beiden Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehr Straubing–Löschzug Zentrum und der Feuerwehr Deggendorf zum Einsatz.

Die Feuerwehr Geiselhöring unterstützte die Kameraden der Feuerwehr Straubing beim Aufbau und Betrieb des Dekontaminationsplatzes. Hierbei kamen über den Zeitraum von fast 5 Stunden, 5 Trupps der Feuerwehr Geiselhöring unter Körperschutz Form II und Filtergerät zum Einsatz. Die Aufgabe bestand darin, die sich im Gefahrenbereich befindlichen Kräfte am Übergang Schwarz-Weiß-Bereich zu Dekontaminieren, zu Entkleiden und das benutzte Material zu reinigen und zu verpacken.

Ein weiterer Trupp der Feuerwehr Geiselhöring kam zum Aufnehmen von Chemikalienbinder unter Körprerschutz Form II und Atemschutzgerät zum Einsatz.

An der Einsatzstelle Sachsenring waren von der Stadt Straubing die Löschzüge, Zentrum, Ittling und Kagers im Einsatz. Unterstützt wurden diese durch die Feuerwehren Geiselhöring und Deggendorf.

Der Löschzug Nord fuhr die Hauptfeuerwache Straubing an und übernahm dort die Gebietsabsicherung für das Stadtgebiet.

Die Feuerwehr Geiselhöring bedankt sich für die reibungslose und professionelle Zusammenarbeit mit den Einheiten und Führungsdienstgraden an der Einsatzstelle.

Die Feuerwehr Geiselhöring war unter der Leitung des Zugführers ABC – Zug, Christian Hierl, mit 15 Mann, dem Mannschaftstransportwagen, dem Dekon P und 5 Mann Bereitschaft am Gerätehaus bis 01:00 Uhr im Einsatz.

Eingesetzte Kräfte

  • Stadtbrandrat Stephan Bachl
  • Stadtbrandinspektor Michael Schießl
  • Stadtbrandmeister Roland Griesbeck
  • Stadtbrandmeister Hubert Blaim
  • Kreisbrandmeister Gefahrgut Christopher Thiele – Landkreis Deggendorf
  • Stadtbrandinspektor Tim Rothenwöhrer – Stadt Deggendorf
  • FF Straubing – Löschzug Zentrum: Kdow, TLF 20/40 SL, HLF 20/16, LF 20-Kats, DLK 23/12, RW 2, GW-G, Dekon – P, KLAF, MZF, MTW, LKW, LKW
  • FF Straubing – Löschzug Ittling: Kdow, TLF 3000, HLF 20/16, MTW
  • FF Straubing – Löschzug Kagers: TLF 16/25,
  • FF Straubing – Löschzug Nord: MZF, LF 10/6
  • FF Straubing – UG –OEL: 1/13/1
  • FF Geiselhöring: MTW, Dekon - P
  • FF Deggendorf: Kdow, GW-G, KLAF
  • Rettungsdienst
  • Notarzt
  • Einsatzleiter Rettungsdienst
  • SEG – Betreuung
  • THW - Fachberater
  • Polizei
  • Stadtverwaltung

Zurück